Waffen- vs. Bedenkenträger

Ein Bekannter hat mich auf den vielfachen Mord an der Schule von Sandy Hook angesprochen. Ob solche Ereignisse nicht bewiesen, daß der zweite Zusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika “widerlegt” oder wenigstens “überholt” sei.

Nein, natürlich nicht. Aus wenigstens zwei Gründen. Weitere Gründe ließen sich anführen.

Der erste Grund: So tragisch das Geschehnis in Sandy Hook ist, berührt es doch in keiner Weise die Gültigkeit des Arguments, auf das dieses Bild hinauswill:

http://www.wagc.com/wp-content/uploads/2011/12/image001.jpg

Der Text auf dem Rücken der Dame lautet: “Restriktive Waffengesetze: Die Theorie, daß eine Frau, die in einer Nebenstraße tot aufgefunden wird, nachdem sie vergewaltigt und mit ihrer eigenen Strumpfhose erdrosselt worden ist, irgendwie einer Frau moralisch überlegen sei, die der Polizei erklärt, wie ihr Angreifer zu seiner tödlichen Schußwunde gekommen ist.” Weiterlesen

“Das ist rassistisch!”

“Das ist rassistisch!” – “Das ist chauvinistisch!” – “Das ist…” was auch immer, auf jeden Fall ganz, ganz verdorben. Nun gibt es – zweifellos! – Rassisten, Chauvinisten usf. Manchmal sind solche Vorwürfe am Platze. In vielen Fällen aber auch nicht. Dann nämlich, wenn ein Irrtum auf Seiten desjenigen vorliegt, der den Anwurf äußert, oder wenn die Unterstellung aus taktischen Motiven vorgebracht wird, sie den also Geziehenen einschüchtern, verwirren, zum Schweigen bringen soll. Die Angelsachsen nennen das “bullying”. Weiterlesen

Mit Rudyard Kipling zum neuen Jahr (II): Normanne und Sachse

“My son,” said the Norman Baron, “I am dying, and you will be heir
To all the broad acres in England that William gave me for share
When he conquered the Saxon at Hastings, and a nice little handful it is.
But before you go over to rule it I want you to understand this:–

“The Saxon is not like us Normans. His manners are not so polite.
But he never means anything serious till he talks about justice and right.
When he stands like an ox in the furrow – with his sullen set eyes on your own,
And grumbles, ‘This isn’t fair dealing,’ my son, leave the Saxon alone. Weiterlesen

Die sechs Widersprüche des US-amerikanischen Sozialismus

Auf “The People’s Cube” beschreibt “Red Square” in Anlehnung an sowjetische Witze die sechs Widersprüche des Sozialismus in den Vereinigten Staaten von Amerika:

  • America is capitalist and greedy – yet half of the population is subsidized.
  • Half of the population is subsidized – yet they think they are victims.
  • They think they are victims – yet their representatives run the government.
  • Their representatives run the government – yet the poor keep getting poorer.
  • The poor keep getting poorer – yet they have things that people in other countries only dream about.
  • They have things that people in other countries only dream about – yet they want America to be more like those other countries. Weiterlesen

Wissenschaftler an Höhlenmensch: Ich bin nicht gekauft!

Der renommierte Klimaforscher Roy W. Spencer gibt auf seiner Website einige Auskünfte über sich selbst. Dort heißt es:

Roy W. Spencer received his Ph.D. in meteorology at the University of Wisconsin-Madison in 1981. Before becoming a Principal Research Scientist at the University of Alabama in Huntsville in 2001, he was a Senior Scientist for Climate Studies at NASA’s Marshall Space Flight Center, where he and Dr. John Christy received NASA’s Exceptional Scientific Achievement Medal for their global temperature monitoring work with satellites. Dr. Spencer’s work with NASA continues as the U.S. Science Team leader for the Advanced Microwave Scanning Radiometer flying on NASA’s Aqua satellite. He has provided congressional testimony several times on the subject of global warming.

Spencer fährt fort:

Dr. Spencer’s research has been entirely supported by U.S. government agencies: NASA, NOAA, and DOE. He has never been asked by any oil company to perform any kind of service. Not even Exxon-Mobil. Weiterlesen

Grünkernsuppe mit Totalitarismus

Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, hat ein Buch über die Grünen geschrieben und Spiegel online ein Interview gewährt. Darin heißt es:

SPIEGEL: Sie beschreiben die Grünen fast, als wären sie die neuen Nazis. Die Partei habe anfangs “gegen einen pragmatischen Politikstil und gegen die sich den Notwendigkeiten der Moderne öffnende Gesellschaft” gekämpft.

Güllner: Ich will die Grünen um Gottes willen nicht mit den Nazis vergleichen. Doch rein soziologisch betrachtet, entstammte der ursprüngliche Nukleus dieser Bewegung in der Weimarer Zeit und später der Grünen-Bewegung dem gleichen antimodernen Segment der Gesellschaft, einem radikalisierten Teil der deutschen Mittelschicht.

Was soll man sagen? Das ist nichts Neues. Jeder, der sich auch nur ein wenig mit dem deutschen (bzw. deutschsprachigen) Antimodernismus seit der Zeit Wilhelms II. beschäftigt hat, zuckt mit den Schultern: “Ja mei…”

Dennoch brodelt es in der Grünkern-Fraktion. “Zeit”-Redakteur Karsten Polke-Majewski läßt unter dem schönen Titel “Meinungsforscher verbreitet bizarre Thesen” verlauten, “all diese von Manfred Güllner im Spiegel-Interview geäußerten Knallthesen Sarrazinscher Qualität” seien “so spannend wie ein vernutztes Sockenbündchen”, nachdem er selbst einige Zeilen zuvor konstatiert hat, es helfe der “Auseinandersetzung, wenn man die Lautstärke herunterdreht.” – “Touché!”, kommentiert Zettel. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Oder doch? Weiterlesen